FDP Charlottenburg-Wilmersdorf

Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Alles um die Bundespolitik

Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon kaiober » 15. Okt 2007, 21:08

Liebe Parteifreunde,

hier ergibt sich für mich die Möglichkeit, der SPD und CDU "eins mitzugeben", nämlich die Kapitaldeckung der ALG-Versicherung. Erst wenn hier eine Kapitaldeckung eingeführt wird, kann auch für längere Einzahlungen länger ausgezahlt werden. Bittet mach diese im Bund bekannt.

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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Luer Waldmann » 12. Feb 2010, 11:28

Außerdem hat Herr Westerwelle uneingeschränkt Recht:
"Die Diskussion über das Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat sozialistische Züge", sagte er der Passauer Neuen Presse. "Wenn man in Deutschland schon dafür angegriffen wird, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger Sozialismus", erklärte der FDP-Chef.
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Frank Muschalle » 13. Feb 2010, 07:44

Hallo Herr Waldmann,
d.h. Sie plädieren nun auch endlich für Mindestlöhne? Das finde ich mal sozial.
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Luer Waldmann » 13. Feb 2010, 10:34

Mindestlöhne? Wer soll die denn bezahlen, wenn der Markt es nicht hergibt?
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Luer Waldmann » 15. Feb 2010, 15:23

http://www.welt.de/debatte/article63052 ... Armut.html

Da lohnt sich eine Prüfung der Faken.
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Frank Muschalle » 7. Mär 2010, 18:22

Herr Waldmann, was soll das für ein Markt sein, von dem Sie da sprechen? Ein Markt für Dumpinglöhne?
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Luer Waldmann » 8. Mär 2010, 09:56

Es würde sich m.E. folgendes (in Wirtschaftsunternehmen die Probleme haben, erfolgreich eingesetztes kreatives) Gedankenexperiment lohnen:

Die Regierung stellt sich die Frage, mit welchen staatlichen Regulierungen und Eingriffen erzeuge ich (vorsätzlich)
a) Arbeitslosigkeit
b) einen Markt für Dumpinglöhne.

Dann berachtet man die Antworten und vergleicht sie mit dem derzeitigen Zustand. Und kann evtl. einige Dinge ändern, da man ja andere Absichten verfolgt :-)
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Re: Hartz IV und ALG I -Kapitaldeckung einfordern

Beitragvon Egon Dobat » 8. Mär 2010, 18:51

Herr Waldmann, es lohnt sich tatsächlich ein kreatives Gedankenexperiment. Aber nicht wie die Regierung derartiges erzeugt, sondern wie Arbeitslosigkeit und Dumpinglöhne wahrnehmbar bekämpft werden können:

Wenn die Regierungen es erlauben, dass im öffentlichen Dienst, d.h. auch in staatlichen Unternehmen. (Messe, Bewag, Wohnungsbaugesellschaften, BVG, Bahn, Rundfunkanstalten, Krankenhäuser ..... usw.) Gehälter für eine Person (Häuptling) bezahlt werden für deren Gegenwert man 10 Indianer beschäftigen kann, dann kostet jeder neue Häuptling 10 Arbeitsplätze.

Es ist eine Schutzbehauptung, wenn – auch im Management von Aktiengesellschaften – es mantramäßig angeführt wird, dass man andernfalls nicht gute Leute bekäme. Das ist kompletter Unsinn. Es gibt unzählige gute Leute, die für 120.000 Euro p.a. jede Führungsfunktion kompetent und pflichtbewusst ausüben könnten und würden.

Den hoch dotierten BVG-Chef schmeißt man raus. Mehdorn, Middelhoff und andere Manager haben ihren Unternehmen geschadet und erstreiten bizarre Abfindungen. Das beweist doch, dass es sicht die besten sind, die sich als Elite bezeichnen.

Zugleich nimmt der Bürger wahr, dass immer mehr einfache Arbeitsplätze zu Lasten von Service eingespart werden. Man löst ganze Abteilungen auf, um sie dann über Personalvermietung wieder billig zu beschäftigen.

Manche glauben in ihren Scheuklappen, die schweigende Mehrheit nimmt dieses nicht wahr, sondern ergötzt sich an Erfolgszahlen.

Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn weiland es beim G8 Treffen in Heiligendamm Frau Merkel gesagt hat, so ist es dennoch wahr: Die unakzeptabele Selbstbedienung (Gier) der scheinbaren Wirtschaftselite gefährdet unseren sozialen Frieden.

Wenn der Staat als Arbeitgeber eine Höchstvergütung von ca. 120.000 Euro für diejenigen (auch Häuptlinge) einführen würde, die in Unternehmen arbeiten wollen, auf die der Staat Einfluss hat, dann würden Gelder frei, um neue Mitarbeiter einzustellen und auch um Dumpinglöhne in seinem Einflussbereich zu verhindern.

In der freien Wirtschaft sollte man bizarre Vergütungen derartig besteuern, dass die Unternehmenseigner lieber im Unternehmen investieren, um mit mehr Mitarbeitern ihren Service und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Auch hier gibt es genügend fähiges Personal, die für ca. 150.000 p.a. jede Führungsposition ausfüllen würden.

Um das zu unterstützen, sollte man Gewinne, welche im Unternehmen investiert werden, spürbar geringer besteuern.

Wenn die Einkommensschere wieder etwas zurückkäme, wäre es eine Motivation für viele. Arbeit könnte sich wieder lohnen. Das Problem mit Hartz IV und der Arbeitslosenversicherung wäre kleiner.

So habe ich eigentlich auch den Ansatz der modernisierten FDP Politik verstanden. Lediglich die Deckelung der Gehälter ist z.Z. noch ein innerparteiliches Tabuthema. Aber es ist Zeit für einen derartigen Paradigmenwechsel.

mfg
e.d.
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Egon Dobat
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